Archiv für Kategorie ‘Allgemein’

Mädchen unter sich

Eine besondere Aktion für Mädchen planten diesmal die Jugendpflegerinnen Mareen Vennes vom Jugendzentrum Loccum und Tina Hormann vom Jugendhaus “House of Life“ Steyerberg. Da beide Einrichtungen am selben Tag den Mädchennachmittag haben, kam es zu der Idee, dass man sich ja gegenseitig mal besuchen kann, um so das andere Jugendzentrum und seine Besucherinnen kennen zu lernen. Als erstes machten sich die Steyerberger Mädchen auf den Weg nach Loccum.

Dort angekommen wurden sie schon freudig erwartet. Nachdem sich jede kurz vorgestellt hatte, konnten dann die ersten Kontakte beim Obst schneiden für das Schokoladen- und Puddingfondue hergestellt werden. Alle packten fleißig mit an und es wurde viel dabei gelacht. Beim gemeinsamen schlemmen entstanden dann tolle Gespräche bei denen sich die Mädchen zum einen über Persönliches unterhielten, aber auch Vergleiche zwischen den Jugendhäusern anstellten. Zum Schluss wurde den Steyerbergerinnen dann noch das gesamte Gelände gezeigt. Als diese sich dann auch schon wieder verabschiedeten, waren sich alle einig, dass der Nachmittag viel zu schnell vorbei war, aber umso mehr konnte man sich auf die kommende Woche freuen. Da kamen dann die Loccumerinnen nach Steyerberg.

Dementsprechend groß war dann auch die Freude als sich alle wieder trafen. Als erstes wurde von den Steyerbergerinnen das Haus gezeigt. Danach konnten alle frei wählen, was sie als nächstes machen möchten. Einige wollten erst mal eine runde das Gelände erkunden, andere wollten was spielen und wieder andere freuten sich über das Angebot zum “Schutzengel“ basteln. Diesen durfte dann auch jede als Andenken mit nach Hause nehmen. Dazwischen traf man sich immer wieder und plauderte gemütlich beim Stückchen Kuchen den die Mädchen tags zuvor selber gebacken hatten. Auch hier ging die Zeit viel zu schnell vorbei und bevor die Gruppe sich wieder auf den Weg machte, wurden noch schnell einige Handynummern ausgetauscht, damit man auch im Kontakt bleiben kann.

Erfolgreiche Folgeveranstaltung zum Projekt „Leben auf dem Land“

Das vom Arbeitskreis Offene Jugendarbeit konzipierte Projekt „Leben auf dem Land-politische Bildung in der Offenen Jugendarbeit“ hat zum Ziel Jugendliche für politische Themen zu interessieren. Dazu besuchen sich Jugendliche aus den beteiligten Jugendzentren wechselseitig. An jedem dieser „Besuchstage“ wird inhaltlich ein politisches Thema bearbeitet und die Gemeinde erkundet.

Zum zweiten Besuch reisten 24 Kinder und Jugendliche, davon fünf aus dem Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg  ins Jugendzentrum Conexxxx in Hoya und wurden hier von den Hoyaer Jugendlichen begrüßt und durchs Haus geführt.

Thematisch ging es dieses Mal um die Aufgaben und die Entscheidungsbefugnisse eines Bürgermeisters, einer Bürgermeisterin. In einem Rollenspiel erprobten die Jugendlichen u. a. die Darstellung von persönlichen Fähigkeiten im Wahlkampf. Welche Kompetenzen sollte ein Bürgermeister/eine Bürgermeisterin besitzen und welche Verantwortung trägt die wählende Gruppe? Mit den Aufgaben und Verantwortlichkeiten der BürgermeisterInnen setzten sich die Jugendlichen im Anschluss auseinander. Ein wichtiger Aspekt war hier, zu welchen Themen und von welchem Gremium die Entscheidungen gefällt werden. Viele interessierten sich dafür, wer über ihre Treff- und Aktivitätsorte entscheidet.

Im zweiten Abschnitt des Tages wendeten sich die Jugendlichen der Ortserkundung Hoyas im Rahmen einer Foto-Rallye zu. Geführt von den Experten aus dem Jugendzentrum Hoya, erlebten sie eine sehr individuelle Stadtführung. So wurden Lieblingsorte gezeigt, aber auch Stellen, die aus verschiedenen Gründen eher gemieden werden. Zu den Aufgaben bei der Ortsbegehung gehörte auch gemeinsame Interessen herauszufinden und aufzeigen, ob diese in Hoya umsetzbar sind.

Die Ausstattung des Jugendzentrums und die Spielmöglichkeiten wurden zum Abschluss des Tages geprüft. Das Jugendteam des Conexxxx stellte die 5 beliebtesten Spiele vor. Gemeinsamkeiten zwischen den Jugendzentren und auch die Unterschiede konnten direkt ausprobiert werden.

Am Projekt „Leben auf dem Land – politische Bildung in der Offenen Jugendarbeit“ des Arbeitskreises Offene Jugendarbeit im Landkreis Nienburg/Weser beteiligen sich die Jugendzentren und –häuser aus Heemsen, Hoya, Langendamm, Loccum, Steyerberg und Stolzenau/ Leese sowie der Fachdienst Jugendarbeit und Sport des Landkreises Nienburg/ Weser und der Kreisjugendring Nienburg e.V. Bei weiterem Interesse für das Projekt können Sie sich gerne bei den beteiligten Institutionen melden.

 

Sportlich zum Ferienende

Für die letzte Ferienpassaktion des Jugendhauses “House of Life“ Steyerberg ging es dieses Jahr zum Budox Sportpark nach Nienburg. Gemeinsam mit Jugendpflegerin Tina Hormann machte sich die Gruppe daran die Grundtechniken des Taekwon Do, Kick Thai Boxen und der Selbstverteidigung zu erlernen. Damit sich niemand verletzt, mussten die Teilnehmer sich erstmal aufwärmen. Auch zwischen den verschiedenen Übungen wurden Liegestütze gemacht, damit der Körper warm bleibt und abgehärtet wird. Unter der Anleitung von Ilhan Kaya wurde dann mit Taekwon Do gestartet. Dabei stellt sich schnell heraus, dass das was so einfach aussieht doch viel komplizierter ist. Die Kinder mussten sich genau an die Regeln halten und sich dabei die Bewegungen, ähnlich wie bei einer Choreografie, merken.Als nächstes ging es weiter mit Kick Thai Boxen. Es wurden zweier Teams gebildet und jedes dieser Teams bekam ein paar Pratzen. Diese besonderen Handschuhe zählen zur Schutzausrüstung damit beim Trainieren keine Verletzungen entstehen. So ausgestattet konnten dann die verschiedenen Tritte und Schläge geübt werden.Das Highlight der Trainingseinheiten war dann das Thema Selbstverteidigung. Anschaulich demonstrierten Ilker Kaya und sein Sohn Ilhan Kaya die verschiedenen Techniken. So lernten die Schüler zuerst theoretisch wie man sich gegen einen Angreifer zur Wehr setzt und sich aus seinem Griff befreit, um es dann in die Praxis umzusetzen.Es wurde geübt sich aus einer Umklammerung zu befreien und den Gegner zu Fall zu bringen. Mit der soeben erlernten Technik war es den Kindern sogar möglich den Partner auf die Matte zu legen, selbst wenn dieser größer war als sie selbst. Zum Abschluss durften dann auch noch mal alle in den Ring. Dieser hatte sie schon von Anfang an fasziniert und Fragen aufgeworfen. So konnte er nochmal genau unter die Lupe genommen werden. Es wurde auch getestet wie es sich anfühlt auf den Boden des Ringes zu fallen und nicht wie vorher auf den mit Matten ausgelegten Boden der Trainingshalle.Am Ende konnte jeder stolz auf sich sein und alle waren sich einig: Das war ein toller Ferienabschluss!

 

Auf Erkundungstour im Wisentgehege

Zum dritten Mal ging eine Ferienpassaktion vom Jugendhaus “House of Life“ Steyerberg ins Wisentgehege nach Springe. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich die Teilnehmer mit Jugendpflegerin Tina Hormann als erstes auf den Weg zum „Riechmemory“. Während die Gruppe versuchte herauszufinden was zusammen passt, wurde der Geruchssinn manchmal ganz schön getestet. Nicht selten hörte man ein „Ih! Das riecht aber komisch!“ oder auch „Oh das riecht toll! Hier bleib ich stehen!“

Als nächstes machte sich die Gruppe auf den Weg zur Flugshow. Allerdings nicht ohne unterwegs die verschiedenen Stationen zu testen. Dabei mussten sich manche der Steyerberger vor allem beim Barfußpfad ganz schön überwinden. Gab es zu Anfang noch einige Mädchen, die diesen Weg auf keinen Fall testen wollten, trauten sich am Ende dann doch alle und waren hinterher sehr stolz. Beim Falkenhof angekommen wurde dieser ebenso wie seine Bewohner erstmal bestaunt. Als dann jedoch die Flugshow startete, saßen alle Interessierten auf ihren Plätzen, bestaunten die Vögel und hörten gespannt zu. Obwohl die Show aufgrund des Wetters kürzer ausfiel als sonst waren am Ende alle begeistert. Denn vor allem die Akrobatischen Flugeinlagen der Vögel, bei denen sie knapp über die Köpfe der Zuschauer flogen oder vor diesen auf einem Zaun landeten ließ die Herzen aller höherschlagen.

Bevor es dann zur Wolfspräsentation ging machte die Gruppe eine kurze Pause um sich mit einem Fragebogen auseinanderzusetzen. Dieser beinhaltete Fragen über die Tiere im Wisentgehege die die Kinder auf ihrem Weg durch die verschiedenen Gehege beantworten konnten. Beim Wolfsgehege angekommen erklärte Birgitt Vogelsang den interessierten Zuhörern einiges über diese anmutigen Tiere. Am Ende konnte jeder noch Fragen stellen und so entstand schnell ein aufregendes Gespräch bei dem die Kinder viel lernten und mutig alles fragten was sie wissen wollten. Auf dem Weg durch das nächste Gehege wurde die Gruppe dann sehr ruhig. Hier konnten sich die Tiere frei bewegen und so geschah es, dass die Tierliebhaber das Mesopotamische Damwild aus nicht mal 5 Metern Entfernung sehen konnten und das ohne einen Zaun dazwischen. Auch in den weiteren Gehegen gab es viel zu entdecken. Als die Gruppe sich dann auf den Rückweg machte, waren sich alle einig. Nächstes Jahr soll es wieder ins Wisentgehege gehen.

 

Waveboards sorgen für viel spaß

 

Bei einer weiteren Ferienpassaktion des Jugendhauses „House of Life“ Steyerberg ging es diesmal sportlich zu. Jugendpflegerin Tina Hormann bot einen Waveboardkurs an. Karol Gerdes, ein professioneller Trainer der Skateschule M&M Skating, kam ins Jugendhaus um den teilnehmenden Kindern die Grundlagen des Waveboardfahrens näher zu bringen.

Viele der Kinder standen an diesem Tag zum ersten Mal auf den wackeligen Boards. Bevor es jedoch richtig los ging hieß es erstmal: „Sicherheit geht vor!“

Alle Teilnhemer/innen konnten sich passende Schutzbekleidung raussuchen und bekamen gezeigt wie diese richtig angelegt werden und worauf dabei zu achten ist.

Dementsprechend sicher ausgestattet ging es dann mit den Fallübungen los,jedoch zunächst ohne Waveboard. Schnell stellte die Gruppe fest, dass richtiges Fallen ja gar nicht weh tut und sich Verletzungen damit vermeiden lassen.

Endlich war es dann so weit und es konnte mit den Waveboards geübt werden. Doch wer dachte er könne jetzt gleich aufsteigen und losfahren, lag weit daneben. Denn schon das Aufsteigen auf die instabilen Boards ist gar nicht so einfach und muss geübt werden. Mit Hilfe tastete sich jeder nach und nach an die richtige Technik heran und die Freude war besonders bei dem ersten, alleine gefahrenen Meter sehr groß. Wer es schaffte das Gleichgewicht auf dem Board zu halten, hatte nun die nächste Hürde zu meistern. Wie holt man eigentlich Schwung und wie lenkt man? Das man irgendwie mit den Füßen wackeln muss war den meisten klar, aber wie genau, mit welchem Fuß und wie man es schafft dabei das Gleichgewicht zu halten musste ihnen noch gezeigt werden. Dieses dann in die Praxis umzusetzen erforderte wieder Übung.

Zum Schluss gab es dann noch eine besondere Herausforderung – ein Slalomparcours anhand dessen das Gelernte umgesetzt werden musste. Manche schafften den Parcours alleine, andere brauchten noch Unterstützung. Aber am Ende konnten alle Waveboardfahrer stolz auf sich sein, den Umgang mit diesem schwierigen Sportgerät gemeistert zu haben.

 

Kreativität und Fingerspitzengefühl war gefragt!

Im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg startete eine weitere Ferienspaßaktion, Blüten filzen war angesagt.

Hierzu kam die Filzkünstlerin Arinya Berges aus dem Lebensgarten ins Jugendhaus.

Am Anfang erklärte sie den sieben teilnehmenden Mädchen, was eigentlich Filzen ist.

Die bunte Schafswolle wird mit Wasser, Seife und viel Fingerspitzengefühl bearbeitet, damit sich die Wollfäden verhaken und so eine feste, hoffentlich die gewünschte Form annehmen.

Nach dieser kurzen Einführung starteten die ersten Versuche, aus denen schon die ersten Blüten entstanden.

Von Blüte zu Blüte wurden die Teilnehmerinnen sicherer im Umgang mit den Materialien, so konnten die weiteren Blüten eigenständig gefilzt werden.

Im nächsten Schritt unterstützten Arinya Berges und die Jugendpflegerin Isabella Zimmermann die Mädchen wieder. Nun wurden glitzernde Perlen ausgesucht und in die Blüten geklebt, anschließend entschied jedes Mädchen für sich den weiteren Verwendungszweck ihrer Werke.

Aus den bunten und vielfältigen Blüten entstanden im letzten Arbeitsschritt Filzringe, Haarschmuck oder auch dekorative Zweige.

So wurde aus einem regnerischen Nachmittag ein kreativer Tag mit viel Spaß im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg.

Im Dunkeln lässt sich super „planschen“!

Bereits zum siebten Mal bot das Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg Anfang der Sommerferien eine Kinder- und Jugendschwimmnacht im Waldbad an, wie schon vergangenes Jahr in Kooperation mit dem Förderverein „Waldbad“.

Knapp 40 Kinder und Jugendliche nutzten zischen 20.30 bis 23.30 Uhr die Gelegenheit, ins erfrischende Nass zu springen.

An diesem Abend hatte das Waldbad in Steyerberg ausschließlich für die 10 bis 17jährigen geöffnet, hier konnte ausgiebig getobt und geplanscht werden.

Unter den wachsamen Augen von Manfred Bahr vom Förderverein, der ehrenamtlich die Badeaufsicht übernahm, durfte sogar mit Klamotten ins Wasser gesprungen werden.

Zu späterer Stunde nahmen die TeilnehmerInnen das leckere Angebot des „SchwImbiss“ gern an, der ebenfalls ehrenamtlich durch den Förderverein geleitet wurde.

Nach einer Stärkung ging es wieder ins warme Wasser, mittlerweile bei Flutlicht und eher kühlen Außentemperaturen.

Die Jugendpflegerin Isabella Zimmermann war zufrieden, denn fast 40 Kinder und Jugendliche hatten an diesem Abend keine Langeweile, sondern viel Bewegung und Spaß im Waldbad.

Start in die Sommerferien

In der ersten vollen Ferienwoche startete die erste Ferienspaßaktion im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg. Der erste Ausflug führte die Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren nach Nienburg ins „Deutsche Kreativzentrum Holz“.

Herr Reinhold Büdeker begrüßte die Gruppe herzlich und stellte das geplante Thema vor: da Nienburg an der Weser liegt, lag es nahe, zum Thema Wasser etwas aus Holz zu bauen.

„Und was fährt auf einem Fluss? Na klar, Schiffe!“

Nun ging es an die Arbeit, vorgefertigte Holzstücke mussten zuerst mit Schmirgelpapier bearbeitete werden, um scharfe und raue Stellen zu entfernen und seinem Schiff die gewünschte, eigene Form zu geben. Die Mädchen und Jungen konnten entscheiden ob ihr Schiff eine Yacht, ein Segelboot, ein Frachter oder auch ein eigenes Fantasieboot werden sollte.

Jede/r gestaltete ihr/sein Boot ganz nach seinen Vorstellungen, ob mit Rehling, Bootshaus, Segel oder ausgestattet mit einer Strickleiter, alles war möglich.

Bei der Umsetzung wurden die fünf Kinder von dem 16jährigen Nienburger Fabian Fleder tatkräftig unterstützt, der bereits seit fünf Jahren regelmäßiger Teilnehmer im Kreativzentrum Holz ist.

Ob beim Bohren, Leim auftragen oder ein Segel zu befestigen, die Kinder fanden bei Ihm fachkundige Hilfe.

So entstanden in nur 2 ½ Stunden die tollsten Schiffsmodelle, die zuerst der begleitenden Jugendpflegerin Isabella Zimmermann und anschließend den abholenden Eltern präsentiert wurden.

Mit Kreativität und Tanz für Menschenwürde und Achtsamkeit

Am Wochenende (12./ 13.05.2018) fanden im Jugendhaus Steyerberg „House of Life“ zwei

Workshops im Rahmen der WABE Hip Hop Akademie als Teil des Projektes LandEyeHoch3 statt.

Am Samstag lief ein Hip Hop- / Tanz- und Breakdance-Workshop mit Sinaya Sanchis und Sebastian

Ramnitz von Cultures Interactive e.V.. Alle Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene

waren dazu eingeladen, an dem sechsstündigen Workshop teilzunehmen. So fanden sich um 10 Uhr

etwa 15 junge Leute im Alter von 10 bis 18 Jahren zusammen. Ermöglicht wurde der Workshop durch

das Jugendprojekt „LandEyeHoch3“ vom Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und

Zivilcourage e.V. Die meisten Teilnehmer*innen rechneten wohl damit, dass es nach der

Vorstellungsrunde sofort ans Tanzen geht. Aber da hatten sie sich geirrt. Die Referent*innen initiierten

viel mehr Spiele in der Gruppe, die auf den ersten Blick überhaupt nichts mit Tanzen zu tun hatten.

Nachdem damit zunächst einige Verwirrung innerhalb der Gruppe gestiftet wurde, dämmerte vielen

Teilnehmer*innen schnell, wofür diese Spiele gut sind. Sie förderten die Koordinationsfähigkeit und

verlangten von allen, dass sie zumindest ihren direkten Nachbar*innen die vollste Aufmerksamkeit

schenkten. Denn genau das würde wichtig werden, wenn im weiteren Verlauf des Workshops eine

gemeinsame Choreografie getanzt werden sollte. Als die Spiele dann nach jeweils mehreren Anläufen

erfolgreich absolviert wurden, merkte man, dass bei den Teilnehmer*innen der Teamgeist geweckt

wurde. Alle wollten die ersten Tanzschritte der gemeinsamen Choreografie lernen, welche Tänzerin

Sinaya Sanchis aus Berlin sodann Stück für Stück mit den Jugendlichen durchging. Langsam aber

beständig wuchs die Choreografie, die schlussendlich aus einer langen Schrittfolge bestand und von

Kleingruppen zur Musik vorgestellt wurde.

Aber es wurde nicht nur getanzt sondern auch über Musik gesprochen. Zunächst über Hip Hop, wo er

herkommt und was die bis heute ungebrochene Faszination ausmacht. Auch wurde über teils

problematische Texte im deutschsprachigen Hip Hop gesprochen. Als Aufhänger wurden die aktuellin

den Medien präsenten antisemitischen Textzeilen von Kollegah und Farid Bang angeführt, darüber

aufgeklärt und diskutiert. Weitere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die in vielen

deutschsprachigen Hip Hop-Stücken eine Rolle spielen, insbesondere Sexismus und Homophobie,

wurden erklärt und teils anhand konkreter Textzeilen deutlich gemacht. Es wurde allerdings auch nicht

verschwiegen, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in jeder Musikrichtung eine Rolle

spielen kann und nicht auf Hip Hop beschränkt ist, es auch Hip Hop-Künstler gibt, die sich in ihren

Liedern gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus aussprechen.

Zum Schluss wurde dann noch einmal getanzt. Die zuvor eingeprobte Choreografie konnte von den

Teilnehmer*innen nach eigenen Wünschen abgeändert werden. Viele Teilnehmer*innen hatten sogar

soviel Mut, ihre modifizierte Choreografie vor der ganzen Gruppe vorzustellen.

Pressemitteilung

Am Sontag wurde es dann bunt am Jugendhaus: „Was macht einen Menschen wertvoll?“ – Diese

Frage stellten sich 15 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 9 und 21 Jahren im „House of

Life“ Steyerberg bei einem Graffiti Workshop am Sonntag. Nach einem Einführungsspiel,

bei dem die Teilnehmer*innen sich gemeinsam auf einem fiktiven sinkenden Schiff befanden, suchten

sie zusammen mit den Workshopleitern Nils Freye und Sebastian Ramnitz von Cultures Interactive

nach positiven Wörtern, um diese später auf eine Wand am Jugendhaus zu sprayen. Die

Teilnehmer*innen wählten je einen Begriff, der ihnen etwas bedeutet und zeichneten ihre Ideen auf

Papier vor. Bevor das ganze auf die Wand übertragen wurde, übten die Jugendlichen und jungen

Erwachsenen auf Pappe, um ein Gefühl für die Spraydosen zu bekommen. Mit tatkräftiger

Unterstützung der Workshopleitung entstand innerhalb von 6 Stunden ein großes, buntes Wandbild

mit vielen Begriffen, die einen Menschen wertschätzend beschreiben.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekundeten in der Abschlussrunde, dass sie von der

Veranstaltung begeistert waren und sich wünschten, dass eine Veranstaltung in der Art in naher

Zukunft wieder stattfinden wird. Jugendpflegerin Isabella Zimmermann hatte im Vorfeld gute Werbung

in Steyerberg gemacht, so dass insgesamt 30 Teilnehmer*innen das Wochenende für

Menschenrechtsbildung mit kreativem Spaß und Jugendhaus nutzten. Jugendpflegerin Isabella

Zimmermann zog eine positive Bilanz: „Die beiden Aktionen haben viel Spaß gemacht. Die Kinder und

Jugendlichen waren begeistert und auf ihre Leistung zu recht sehr stolz.“

Das Projekt LandEye.Hoch3 wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und

Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus,

Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales,

Gesundheit und Gleichstellung.

 

 

Zukunftstag mal anders!

 

Nicht alle Mädchen haben die Möglichkeit am „Girls Day“ (Zukunftstag) in Betriebe oder Berufsfelder von Eltern, Verwanden oder Bekannten hinein zu schnuppern, für diese Mädchen wurde in der offenen Jugendarbeit eine Alternative geboten.

Im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg trafen sich zum diesjährigen Zukunftstag acht Mädchen um sich mit ihren Berufswünschen auseinander zu setzen. Eingeladen hatten die Jugendpflegerin des Flecken Steyerberg Isabella Zimmermann und der Fachdienst Jugendarbeit und Sport des Landkreises vertreten durch Marisha Merzenich, Nadine Rickert und Simone Sommerfeld.

Die Mädchen, die zwischen 11-14 Jahren alt waren und unterschiedliche Schulen im Landkreis besuchen, stellten ihre Berufswünsche vor und reflektierten, welche Fähigkeiten sie für den jeweiligen Beruf schon mitbringen und was es vielleicht noch zu lernen gibt. Danach wurden „typische“ Frauen –und Männerberufe genauer beleuchtet und erforscht, wie viel % der Frauen in den jeweiligen Berufsfeldern tätig sind, z.B. gibt es im Beruf Maurer/in nur 1% Frauen.

Neben dieser theoretischen Auseinandersetzung gab es auch sehr praktische Erfahrungen zu machen: so wurde mit eine Einheit Zumba das eignen Rhythmusgefühl erprobt, mit Entspannung für Ausgeglichenheit gesorgt und mit dem Zubereiten einer gesunden Mahlzeit, die dann mit viel Appetit gemeinsam verspeist wurde, etwas für das leibliche Wohl getan.

Zum Abschluss des Tages erzählten die anwesenden Frauen noch von ihren eignen beruflichen Laufbahnen. Marisha Merzenich, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Fachdienst Jugendarbeit und Sport macht, berichtete, dass die Erfahrungen, die sie im FSJ gemacht hat, sie bei der Entscheidung zu einer Ausbildung erheblich unterstützt haben. Nadine Rickert, die nach dem Studium der Organisation- und Sozialpädagogik ihr Anerkennungsjahr im gleichen Bereich macht, referierte über die unterschiedlichen Möglichkeiten das Abitur zu erlangen. Am Ende schilderten die langjährigen „Fachfrauen“ (Isabella Zimmermann und Simone Sommerfeld) in der offenen Jugendarbeit ihre unterschiedlichen Stationen in ihren Lebensläufen.

Mit diesen Erfahrungen und ausgestattet mit reichlich Informationsmaterial verließen acht zufriedene Mädchen am Nachmittag das Jugendhaus. Die Organisatorinnen sind sich sicher, dass alle mit ganz vielen neuen Impulsen und Ideen für ihre zukünftige Berufsorientierung ausgestattet werden konnten.

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