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Kreativität und Fingerspitzengefühl war gefragt!

Im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg startete eine weitere Ferienspaßaktion, Blüten filzen war angesagt.

Hierzu kam die Filzkünstlerin Arinya Berges aus dem Lebensgarten ins Jugendhaus.

Am Anfang erklärte sie den sieben teilnehmenden Mädchen, was eigentlich Filzen ist.

Die bunte Schafswolle wird mit Wasser, Seife und viel Fingerspitzengefühl bearbeitet, damit sich die Wollfäden verhaken und so eine feste, hoffentlich die gewünschte Form annehmen.

Nach dieser kurzen Einführung starteten die ersten Versuche, aus denen schon die ersten Blüten entstanden.

Von Blüte zu Blüte wurden die Teilnehmerinnen sicherer im Umgang mit den Materialien, so konnten die weiteren Blüten eigenständig gefilzt werden.

Im nächsten Schritt unterstützten Arinya Berges und die Jugendpflegerin Isabella Zimmermann die Mädchen wieder. Nun wurden glitzernde Perlen ausgesucht und in die Blüten geklebt, anschließend entschied jedes Mädchen für sich den weiteren Verwendungszweck ihrer Werke.

Aus den bunten und vielfältigen Blüten entstanden im letzten Arbeitsschritt Filzringe, Haarschmuck oder auch dekorative Zweige.

So wurde aus einem regnerischen Nachmittag ein kreativer Tag mit viel Spaß im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg.

Im Dunkeln lässt sich super „planschen“!

Bereits zum siebten Mal bot das Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg Anfang der Sommerferien eine Kinder- und Jugendschwimmnacht im Waldbad an, wie schon vergangenes Jahr in Kooperation mit dem Förderverein „Waldbad“.

Knapp 40 Kinder und Jugendliche nutzten zischen 20.30 bis 23.30 Uhr die Gelegenheit, ins erfrischende Nass zu springen.

An diesem Abend hatte das Waldbad in Steyerberg ausschließlich für die 10 bis 17jährigen geöffnet, hier konnte ausgiebig getobt und geplanscht werden.

Unter den wachsamen Augen von Manfred Bahr vom Förderverein, der ehrenamtlich die Badeaufsicht übernahm, durfte sogar mit Klamotten ins Wasser gesprungen werden.

Zu späterer Stunde nahmen die TeilnehmerInnen das leckere Angebot des „SchwImbiss“ gern an, der ebenfalls ehrenamtlich durch den Förderverein geleitet wurde.

Nach einer Stärkung ging es wieder ins warme Wasser, mittlerweile bei Flutlicht und eher kühlen Außentemperaturen.

Die Jugendpflegerin Isabella Zimmermann war zufrieden, denn fast 40 Kinder und Jugendliche hatten an diesem Abend keine Langeweile, sondern viel Bewegung und Spaß im Waldbad.

Start in die Sommerferien

In der ersten vollen Ferienwoche startete die erste Ferienspaßaktion im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg. Der erste Ausflug führte die Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren nach Nienburg ins „Deutsche Kreativzentrum Holz“.

Herr Reinhold Büdeker begrüßte die Gruppe herzlich und stellte das geplante Thema vor: da Nienburg an der Weser liegt, lag es nahe, zum Thema Wasser etwas aus Holz zu bauen.

„Und was fährt auf einem Fluss? Na klar, Schiffe!“

Nun ging es an die Arbeit, vorgefertigte Holzstücke mussten zuerst mit Schmirgelpapier bearbeitete werden, um scharfe und raue Stellen zu entfernen und seinem Schiff die gewünschte, eigene Form zu geben. Die Mädchen und Jungen konnten entscheiden ob ihr Schiff eine Yacht, ein Segelboot, ein Frachter oder auch ein eigenes Fantasieboot werden sollte.

Jede/r gestaltete ihr/sein Boot ganz nach seinen Vorstellungen, ob mit Rehling, Bootshaus, Segel oder ausgestattet mit einer Strickleiter, alles war möglich.

Bei der Umsetzung wurden die fünf Kinder von dem 16jährigen Nienburger Fabian Fleder tatkräftig unterstützt, der bereits seit fünf Jahren regelmäßiger Teilnehmer im Kreativzentrum Holz ist.

Ob beim Bohren, Leim auftragen oder ein Segel zu befestigen, die Kinder fanden bei Ihm fachkundige Hilfe.

So entstanden in nur 2 ½ Stunden die tollsten Schiffsmodelle, die zuerst der begleitenden Jugendpflegerin Isabella Zimmermann und anschließend den abholenden Eltern präsentiert wurden.

Mit Kreativität und Tanz für Menschenwürde und Achtsamkeit

Am Wochenende (12./ 13.05.2018) fanden im Jugendhaus Steyerberg „House of Life“ zwei

Workshops im Rahmen der WABE Hip Hop Akademie als Teil des Projektes LandEyeHoch3 statt.

Am Samstag lief ein Hip Hop- / Tanz- und Breakdance-Workshop mit Sinaya Sanchis und Sebastian

Ramnitz von Cultures Interactive e.V.. Alle Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene

waren dazu eingeladen, an dem sechsstündigen Workshop teilzunehmen. So fanden sich um 10 Uhr

etwa 15 junge Leute im Alter von 10 bis 18 Jahren zusammen. Ermöglicht wurde der Workshop durch

das Jugendprojekt „LandEyeHoch3“ vom Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und

Zivilcourage e.V. Die meisten Teilnehmer*innen rechneten wohl damit, dass es nach der

Vorstellungsrunde sofort ans Tanzen geht. Aber da hatten sie sich geirrt. Die Referent*innen initiierten

viel mehr Spiele in der Gruppe, die auf den ersten Blick überhaupt nichts mit Tanzen zu tun hatten.

Nachdem damit zunächst einige Verwirrung innerhalb der Gruppe gestiftet wurde, dämmerte vielen

Teilnehmer*innen schnell, wofür diese Spiele gut sind. Sie förderten die Koordinationsfähigkeit und

verlangten von allen, dass sie zumindest ihren direkten Nachbar*innen die vollste Aufmerksamkeit

schenkten. Denn genau das würde wichtig werden, wenn im weiteren Verlauf des Workshops eine

gemeinsame Choreografie getanzt werden sollte. Als die Spiele dann nach jeweils mehreren Anläufen

erfolgreich absolviert wurden, merkte man, dass bei den Teilnehmer*innen der Teamgeist geweckt

wurde. Alle wollten die ersten Tanzschritte der gemeinsamen Choreografie lernen, welche Tänzerin

Sinaya Sanchis aus Berlin sodann Stück für Stück mit den Jugendlichen durchging. Langsam aber

beständig wuchs die Choreografie, die schlussendlich aus einer langen Schrittfolge bestand und von

Kleingruppen zur Musik vorgestellt wurde.

Aber es wurde nicht nur getanzt sondern auch über Musik gesprochen. Zunächst über Hip Hop, wo er

herkommt und was die bis heute ungebrochene Faszination ausmacht. Auch wurde über teils

problematische Texte im deutschsprachigen Hip Hop gesprochen. Als Aufhänger wurden die aktuellin

den Medien präsenten antisemitischen Textzeilen von Kollegah und Farid Bang angeführt, darüber

aufgeklärt und diskutiert. Weitere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die in vielen

deutschsprachigen Hip Hop-Stücken eine Rolle spielen, insbesondere Sexismus und Homophobie,

wurden erklärt und teils anhand konkreter Textzeilen deutlich gemacht. Es wurde allerdings auch nicht

verschwiegen, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in jeder Musikrichtung eine Rolle

spielen kann und nicht auf Hip Hop beschränkt ist, es auch Hip Hop-Künstler gibt, die sich in ihren

Liedern gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus aussprechen.

Zum Schluss wurde dann noch einmal getanzt. Die zuvor eingeprobte Choreografie konnte von den

Teilnehmer*innen nach eigenen Wünschen abgeändert werden. Viele Teilnehmer*innen hatten sogar

soviel Mut, ihre modifizierte Choreografie vor der ganzen Gruppe vorzustellen.

Pressemitteilung

Am Sontag wurde es dann bunt am Jugendhaus: „Was macht einen Menschen wertvoll?“ – Diese

Frage stellten sich 15 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 9 und 21 Jahren im „House of

Life“ Steyerberg bei einem Graffiti Workshop am Sonntag. Nach einem Einführungsspiel,

bei dem die Teilnehmer*innen sich gemeinsam auf einem fiktiven sinkenden Schiff befanden, suchten

sie zusammen mit den Workshopleitern Nils Freye und Sebastian Ramnitz von Cultures Interactive

nach positiven Wörtern, um diese später auf eine Wand am Jugendhaus zu sprayen. Die

Teilnehmer*innen wählten je einen Begriff, der ihnen etwas bedeutet und zeichneten ihre Ideen auf

Papier vor. Bevor das ganze auf die Wand übertragen wurde, übten die Jugendlichen und jungen

Erwachsenen auf Pappe, um ein Gefühl für die Spraydosen zu bekommen. Mit tatkräftiger

Unterstützung der Workshopleitung entstand innerhalb von 6 Stunden ein großes, buntes Wandbild

mit vielen Begriffen, die einen Menschen wertschätzend beschreiben.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekundeten in der Abschlussrunde, dass sie von der

Veranstaltung begeistert waren und sich wünschten, dass eine Veranstaltung in der Art in naher

Zukunft wieder stattfinden wird. Jugendpflegerin Isabella Zimmermann hatte im Vorfeld gute Werbung

in Steyerberg gemacht, so dass insgesamt 30 Teilnehmer*innen das Wochenende für

Menschenrechtsbildung mit kreativem Spaß und Jugendhaus nutzten. Jugendpflegerin Isabella

Zimmermann zog eine positive Bilanz: „Die beiden Aktionen haben viel Spaß gemacht. Die Kinder und

Jugendlichen waren begeistert und auf ihre Leistung zu recht sehr stolz.“

Das Projekt LandEye.Hoch3 wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und

Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus,

Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales,

Gesundheit und Gleichstellung.

 

 

Zukunftstag mal anders!

 

Nicht alle Mädchen haben die Möglichkeit am „Girls Day“ (Zukunftstag) in Betriebe oder Berufsfelder von Eltern, Verwanden oder Bekannten hinein zu schnuppern, für diese Mädchen wurde in der offenen Jugendarbeit eine Alternative geboten.

Im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg trafen sich zum diesjährigen Zukunftstag acht Mädchen um sich mit ihren Berufswünschen auseinander zu setzen. Eingeladen hatten die Jugendpflegerin des Flecken Steyerberg Isabella Zimmermann und der Fachdienst Jugendarbeit und Sport des Landkreises vertreten durch Marisha Merzenich, Nadine Rickert und Simone Sommerfeld.

Die Mädchen, die zwischen 11-14 Jahren alt waren und unterschiedliche Schulen im Landkreis besuchen, stellten ihre Berufswünsche vor und reflektierten, welche Fähigkeiten sie für den jeweiligen Beruf schon mitbringen und was es vielleicht noch zu lernen gibt. Danach wurden „typische“ Frauen –und Männerberufe genauer beleuchtet und erforscht, wie viel % der Frauen in den jeweiligen Berufsfeldern tätig sind, z.B. gibt es im Beruf Maurer/in nur 1% Frauen.

Neben dieser theoretischen Auseinandersetzung gab es auch sehr praktische Erfahrungen zu machen: so wurde mit eine Einheit Zumba das eignen Rhythmusgefühl erprobt, mit Entspannung für Ausgeglichenheit gesorgt und mit dem Zubereiten einer gesunden Mahlzeit, die dann mit viel Appetit gemeinsam verspeist wurde, etwas für das leibliche Wohl getan.

Zum Abschluss des Tages erzählten die anwesenden Frauen noch von ihren eignen beruflichen Laufbahnen. Marisha Merzenich, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Fachdienst Jugendarbeit und Sport macht, berichtete, dass die Erfahrungen, die sie im FSJ gemacht hat, sie bei der Entscheidung zu einer Ausbildung erheblich unterstützt haben. Nadine Rickert, die nach dem Studium der Organisation- und Sozialpädagogik ihr Anerkennungsjahr im gleichen Bereich macht, referierte über die unterschiedlichen Möglichkeiten das Abitur zu erlangen. Am Ende schilderten die langjährigen „Fachfrauen“ (Isabella Zimmermann und Simone Sommerfeld) in der offenen Jugendarbeit ihre unterschiedlichen Stationen in ihren Lebensläufen.

Mit diesen Erfahrungen und ausgestattet mit reichlich Informationsmaterial verließen acht zufriedene Mädchen am Nachmittag das Jugendhaus. Die Organisatorinnen sind sich sicher, dass alle mit ganz vielen neuen Impulsen und Ideen für ihre zukünftige Berufsorientierung ausgestattet werden konnten.

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung zum Projekt „Leben auf dem Land“ im Jugendhaus Steyerberg

 

Im Rahmen des großangelegten Projektes „Leben auf dem Land –  politische Bildung in der Offenen Jugendarbeit“ fand der erste Besuch statt. 38 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 – 17 Jahren reisten nach Steyerberg, um dort das Jugendhaus „House of Life“ und darüber hinaus natürlich auch die Kommune kennen zu lernen.

Dabei wurden die Kinder und Jugendlichen aus dem Landkreis von jungen Experten aus Steyerberg mit ihrem Heimatort und ihrem Jugendzentrum bekannt gemacht. Neben der Begegnung mit anderen Kindern und Jugendlichen, arbeiteten die Teilnehmenden an wichtigen inhaltlichen Fragen: Was ist für mich und mein Leben wichtig? Was hat das mit Politik zu tun? Woher kommt eigentlich das Geld dafür? Und auf welcher Ebene (Bund/Land/Kreis/Gemeinde) werden die Entscheidungen getroffen, zu den Themen die mich interessieren? Ein für viele überraschendes Ergebnis war, dass ihre Belange und Themen überwiegen auch direkt vor Ort d.h. auf Gemeinde- bzw. auf Landkreisebene entschieden werden.

In den Auswertungsbögen nach dieser, doch etwas theoretischen Einheit, lasen die VeranstalterInnen Dinge wie, “Ich habe gelernt, das Frau Merkel nicht alles allein entscheidet“, „Ich habe gelernt, was alles von wem bezahlt wird“ und das Wichtigste „Besonders gefallen hat mir das Kennenlernen von anderen Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis“.

Anschließend lernten die Kinder und Jugendlichen Steyerberg im Rahmen einer Fotoerkundungs-Rallye kennen. Geführt von den Experten, besuchten sie die für Jugendlichen attraktiven wie auch die unattraktiven Orte und erfuhren über diesen Weg einiges über das Leben in Steyerberg.

Den Abschluss des Tages bildete die intensive, spielerische Erprobung des Jugendhauses. Auch hier lernten sie Neues kennen und Altbekanntes wie z. B Billard spielen, mit anderen Augen zu betrachten. Eine Erkenntnis: die Billardtische sehen nicht überall gleich aus und über das Regelwerk sollten sie miteinander reden, denn es kann sein, dass woanders nach anderen Regeln gespielt wird.

Während des ganzen Tages trat eine Frage immer wieder auf: Wann ist der nächste Termin und wo? – Auch wenn der nächste Ortserkundungsbesuch aufgrund der Sommerferien erst Anfang September in Hoya stattfinden kann, war vielen Teilnehmenden wichtig zu sagen „halte mir einen Platz frei – ich bin dabei!“

Am Projekt „Leben auf dem Land –  politische Bildung in der Offenen Jugendarbeit“ des Arbeitskreises Offene Jugendarbeit im Landkreis Nienburg/Weser beteiligen sich die Jugendzentren und –häuser aus Heemsen, Hoya, Langendamm, Loccum, Steyerberg, Stolzenau/ Leese und Uchte sowie der Fachdienst Jugendarbeit und Sport des Landkreises Nienburg/ Weser und der Kreisjugendring Nienburg e.V. – Interessierte Kinder und Jugendliche sowie auch Erwachsene können sich gerne bei den Beteiligten melden.

Women Only

In den Osterferien machten sich sechs Mädchen aus dem Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg auf den Weg in die Nähe von Stade ins ABC Bildungs- und Tagungszentrum. Hier fand ein interkultureller Workshop für Mädchen und Frauen mit verschiedenen Angeboten unter der Überschrift „Women Only“ statt.

Die Teilnehmerinnen konnten zwischen Foto/Video, Theater spielen oder Selbstverteidigung/Thaiboxen wählen, aber auch alle Bereiche kennenlernen.

Im Workshop Foto/Video lernten die Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren den Umgang mit einer  Spiegelreflexkamera und wie ein guter Bildaufbau aussieht, später wurden kurze Stop-Motion-Videos gedreht. Hier werden einzelne Fotos aus einer bestimmtem Perspektive mit fast gleichem Fotoaufbau fotografiert und an einander gereiht, so dass später kleine Filme entstehen. Für einen Stop-Motion-Film mit einer Länge von ca. 21 Sekunden werden ungefähr 116 Fotos benötigt.

„Wir wussten gar nicht, dass in so einem kleinen Video so viele Stunden Arbeit stecken!“ war das Fazit der Teilnehmerinnen.

Als weitere Möglichkeit standen „Theater spielen“ auf dem Programm, hier wurden zuerst Themen, die die Teilnehmerinnen interessieren oder beschäftigen bearbeitet. Da mehrere teilnehmende Frauen Fluchterfahrung hatten, wurde diese Thematik oft aufgegriffen, so hörten die Mädchen aus Steyerberg viele traurige, aber auch tolle Geschichten und lernten den Mut und die Offenheit dieser Frauen kennen.

Die Theaterszenen und alle anderen Ergebnisse der Gruppen wurden abends vorgestellt, so dass die teilnehmenden Mädchen und Frauen einen Einblick in alle Workshops bekamen und so neugierig auf neue Themen wurden.

Beim Selbstverteidigungskurs mit Elementen vom Thaiboxen ging es sportlich zu, nach dem Aufwärmen durften die Boxhandschuhe übergestreift werden und schon machte sich ein Gefühl der Stärke breit. Beim Üben von Geraden, Hacken, Front- und Seitkicks flossen die eine oder andere Schweißperle, aber es machte allen viel Spaß, auch der begleitende Jugendpflegerin Isabella Zimmermann, die immer mal wieder einen Schlag oder Tritt der Steyerberger Mädchen einstecken musste.

Der Schwerpunkt bei diesem Kurs lag bei der Selbstverteidigung, unter anderem wurden Befreiungsgriffe geübt und auch das laut „NEIN“ sagen muss gelernt sein.

Die gemeinsamen Abende mit allen Teilnehmerinnen rundeten das vielfältige Programm ab, die tolle Gemeinschaft von Mädchen und Frauen unterschiedlichen Alters und Nationalitäten, jede brachte viel von sich ein. Bei unterschiedlicher Musik wurden moderne Tänze, aber auch arabische und kurdische Tänze von allen gemeinsam getanzt.

„Das war eine tolle Woche, in der wir viele Themen und neue und interessante Mädchen und Frauen kennen gelernt habe!“

Wenn es die Möglichkeit noch einmal gibt, sind die Mädchen aus Steyerberg und die Jugendpflegerin Isabella Zimmermann gern wieder dabei!

Groß für Klein

Die Kinder vom Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg verbrachten einen tollen Nachmittag im Jugendhaus und der Umgebung.

Nach einem kurzen Kennenlernen und der Gruppeneinteilung konnte gestartet werden, am Jugendhaus musste ein Sport- und Spielparcour bewältigt werden. Mit Pedalos und Longboards wurde eine markierte Strecken auf dem Hof abgefahren, anschließend stand Tore schießen aus verschiedenen Entfernungen auf dem Programm. Besonderen Spaß hatten die Teilnehmer/innen dabei, von einem Trampolin auf einen Kasten und schließlich auf eine Weichbodenmatte zu springen, eine Gruppe schaffte dies tatsächlich 23 mal in einer Minute.

Bei einer Fotorallye durch Steyerberg und dem Märchenwald mussten viele Fragen beantwortet werden: „Was ist genau im Märchen DER FROSCHKÖNIG passiert?, Wie viele  Märchen sind im Märchenwald zu sehen?“ aber auch „Wie heißt der Bürgermeister von Steyerberg? oder Wie viele Einwohner hat Steyerberg ungefähr?“

Am Ende lockte eine Schatzkarte die Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahre zurück zum Jugendhaus, wo der Schatz geborgen wurde.

Nach einem gemütlichen Abendessen wurde noch mit allen 8 Teilnehmer/innen gemeinsam Spiele gespielt, bei „Die Werwölfe vom Düsterwald“ oder „Reise nach Jerusalem“ wurde viel gelacht.

Das Besondere an dieser Aktion war, dass die jungen Erwachsenen Talita und Janina van Oene (beide 18 Jahre) und Vanessa Foy (20 Jahre), die regelmäßig das Jugendhaus besuchen, auf die Idee kamen etwas für die jüngeren Besucher des Jugendhauses anzubieten.

Seit Januar wurde geplant, organisiert und vorbereitet, so dass am Ende eine Aktion von „Groß für Klein“ umgesetzt werden konnte.

Am Abend waren sich alle Kinder und die Jugendpflegerin Isabella Zimmermann einig: „Die Großen haben das toll gemacht, wir wären gern bei einer weiteren Aktion dabei!“

Auf ins neue Jahr

Auch dieses Jahr gab es im Jugendhaus “House of Life“ Steyerberg einen gemütlichen Jahresabschluss. Kurz vor Weihnachten trafen sich die Kinder und Jugendliche um bei Lebkuchen und Tee einen gemütlichen Nachmittag mit viel spielen und tollen Gesprächen zu verbringen.

Bei dieser Gelegenheit wurden nochmals die selbstgestalteten Kalender 2018 des Jugendhauses begutachtet. In Diesem Jahr gab es einen Kalender der sich wieder von den vorigen deutlich unterscheidet.

Die Teilnehmer des diesjährigen Kalenderprojektes hatten sich gemeinsam mit Jugendpflegerin Tina Hormann einiges vorgenommen. Sie wollten eine eigene Geschichte schreiben und diese dann als Comic im Kalender darstellen. Doch was muss man dabei alles beachten? Was ist ein Spannungsbogen? Wie lang darf der Einstieg sein? Wo beginnt der Hauptteil und wie kriegt man das alles auf 12 Seiten unter? Dies ist viel Arbeit, sodass es neben den regelmäßigen Treffen auch ein Aktionswochenende gab. Dabei wurde die Zeit erstmal dazu genutzt die Geschichte fertig zu stellen. So konnte dann, nach einer tollen Übernachtung im Jugendhaus “House of Life“ Steyerberg am nächsten Vormittag auf Fotosafari gegangen werden. Schnell wurden die Motive für die Hintergründe gefunden. Zurück am Jugendhaus konnte dann schon mal damit begonnen werden die besten Bilder heraus zu suchen, sodass die folgenden Treffen dazu genutzt wurden die Charaktere zu zeichnen. Als diese fertig waren wurden sie auf den Hintergründen arrangiert und das Ganze dann abfotografiert. Aus den Einzelteilen ein großes Ganzes zu machen war dann die Aufgabe von Jugendpflegerin Tina Hormann. Texte wurden eingefügt, Bilder bearbeitet und ein Kalendarium erstellt. Als der fertige Kalender ankam waren sich alle einig: Die Arbeit hat sich gelohnt und es entstanden schon neue Ideen für den nächsten Kalender.

Der Jugendhaus-Kalender 2018 liegt zur kostenlosen Mitnahme im Jugendhaus aus.

Und so endet ein erlebnisreiches und aufregendes Jahr 2017 mit vielen tollen Aktionen und Unternehmungen im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg!

 

Auch zur Landtagswahl ein U18 Wahllokal

Nachdem es zur Bundestagswahl mehrere U18 Wahllokale im Landkreis Nienburg gab, hatten die Kinder und Jugendlichen im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg auch zur Landtagswahl die Möglichkeit sich aktiv an dieser U18 Wahl zu beteiligen.

Da es in kurzer Zeit schon das zweite Wahllokal im Jugendhaus war, wurde im Vorfeld viel der Unterschiede zwischen Bund und Ländern erklärt, den in einigen Bereichen brauchen wir in Niedersachsen andere Regeln, wie z.B. in Bayern.

Wobei es bei der Bundestagswahl für die U18 Wähler in erster Linie um die verschiedenen Parteien, ihre Farben und die Kanzlerkandidaten ging, waren zur Landtagswahl die Kandidaten aus dem Landkreis Nienburg für die Kinder und Jugendlichen interessant.

Zu verschiedenen Themen wie z.B. Beteiligung, Jugendarbeit, Integration oder Kinderarmut lagen Informationen verschiedener Parteien im Jugendhaus aus. Diese wurden je nach Interesse genauer „unter die Lupe“ genommen.

Aber auch organisatorische Dinge wurden hinterfragt, unter anderem warum wir in Steyerberg bei der Bundestagswahl der Wahlkreis 40 waren und bei der Landtagswahl plötzlich Wahlkreis 39.

Wie schon bei der vorherigen Wahl stellte der Flecken Steyerberg eine original Wahlkabine und Wahlurne zur Verfügung, außerdem wurde die Jugendpflegerin Isabella Zimmermann von drei Wahlhelferinnen tatkräftig unterstützt. Sie gaben Wahlzettel und Kugelschreiber aus und wiesen auf einige wichtige Dinge hin, z.B. welche Stimmen als gültig oder ungültig gewertet werden.

Die Wahlbeteiligung zur U18 Landtagswahl war im Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg etwas geringer als zur Bundestagswahl, was wahrscheinlich den Herbstferien geschuldet ist

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